Notar Joachim Mödl

Notar in Zusmarshausen

Notarkosten

Gebührenerhebungspflicht. Die Notarinnen und Notare sind nach § 17 Abs. 1 Satz 1 der Bundesnotarordnung verpflichtet, für ihre Tätigkeit die im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) gesetzlich vorgeschriebenen Gebühren und Auslagen zu erheben - nicht mehr und nicht weniger. Gebührenvereinbarungen jeder Art sind unzulässig. Regelmäßige Geschäftsprüfungen durch den Präsidenten des Landgerichts bzw. die Notarkasse erstrecken sich auch auf die ordnungsgemäße Gebührenerhebung und Kostenvollstreckung, falls erforderlich.

Soziales Gebührensystem. Das Gebührensystem des GNotKG ist sorgfältig austariert. Es führt auch dazu, dass wir Notare viele Amtstätigkeiten ohne eine kostendeckende Gebühr durchführen. Dadurch wird gewährleistet, dass jedermann notarielle Beratung und Vertragsgestaltung in Anspruch nehmen kann, unabhängig von Vermögen oder Wert des Geschäfts. Das Notarkostenrecht stellt nämlich ein besonders soziales Wert-Gebührensystem auf, das jedermann den Zugang zu notariellen Amtstätigkeiten ermöglicht.

Beratung inklusive. Das notarielle Kostenrecht hat einen weiteren Vorteil für Sie als Bürgerin oder Bürger: Unsere Beratung einschließlich der Entwurfstätigkeit ist in der Beurkundungsgebühr enthalten, unabhängig von der Schwierigkeit, dem Aufwand oder der Anzahl der Besprechungstermine. Sie brauchen daher keine Sorge zu haben, dass es für Sie teuer wird, weil die Angelegenheit kompliziert oder aufwändig ist.

Günstig. Eine Harvard-Studie aus dem Jahr 2007 zur Kostenstruktur, Qualität und Effizienz typischer Grundstückstransaktionen in Deutschland, Frankreich, England, Schweden, Estland und den Vereinigten Staaten hat ergeben: Wir Notarinnen und Notare in Deutschland gewährleisten nicht nur in hohem Maße Rechtssicherheit, sondern sind im internationalen Vergleich auch sehr günstig.

Berechnung der Kosten

Wertgebühren. In den allermeisten Fällen bemisst sich die Höhe der Notarkosten nach Bedeutung und Wert des Geschäfts und nicht nach Arbeitsaufwand, wobei die Gebühren ab bestimmten Werten in vielen Fällen gedeckelt sind. Die Gebühren sind hierbei bei allen Notaren in Deutschland gleich, da jeder verpflichtet ist, die Gebühren nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz zu erheben.

Gebührenauskunft. Selbstverständlich teilen wir Ihnen gerne mit, welche Gebühren die Urkunde, die sie errichten wollen, voraussichtlich auslösen wird. Wir bitten jedoch um Verständnis, dass solche Auskünfte naturgemäß nur sehr eingeschränkt telefonisch erteilt werden können. Dies hat folgende Gründe: Da die Gebühren vom Geschäftswert und damit konkret davon abhängen, was Sie regeln, können wir eine genaue Auskunft in der Regel erst erteilen, wenn wir wissen, was genau Sie beurkunden wollen. Dies setzt in der Regel zumindest ein individuelles Beratungsgespräch voraus. Ebenso ist in vielen Fällen (etwa Testament) Ihr Vermögen der Geschäftswert, so dass wir für eine Gebührenauskunft erst hinreichende Angaben von Ihnen benötigen. In aller Regel ist es jedoch möglich bereits bei Beginn des Beratungsgespräches Ihnen einen ungefähren Rahmen zu nennen. Bitte sprechen Sie uns bei Bedarf hierauf an.

Geschäftsprüfung. Der Notar wird von den Aufsichtsbehörden (Präsident des Landgerichts) sowie der Notarkasse A.d.ö.R. in München regelmäßig hinsichtlich seiner Gebührenerhebung überprüft. Falsche Wertangaben der Beteiligten sind strafbar. Stellt sich hierbei heraus, dass versehentlich zu viel abgerechent wurde, müssen die zu viel erhobenen Gebühren rückerstattet werden. Stellt sich heraus, dass zu wenig abgerechnet wurde, muss umgekehrt die entsprechende Gebühr nacherhoben werden.